Zwei glückliche Punkte für die Red Bulls gegen Ljubljana

10_01_08_HI_RBS-hdd009Die vermeintlich sicheren Siege sind die schwersten! Gegen das vorletzte Team der
Tabelle und schlechteste Auswärtsteam der Erste Bank Eishockey Liga, Olimpija Ljubljana,
hatten sich die Red Bulls den Beginn wohl leichter vorgestellt. Gerade mal mit
drei Linien angereist, gerieten die Slowenen auch zweimal in Rückstand, konnten aber
immer wieder ausgleichen. Die Red Bulls, wieder mit Verteidiger Jeremy Rebek in ihren
Reihen, der nach knapp sechs Wochen Verletzungspause heute sein Comeback feierte,
konnten nicht das gewohnt druckvolle Spiel aufbauen, das in den letzten Wochen
Garant für Erfolge war. Es hieß aufpassen, mit Frank Banham war auf slowenischer
Seite war immerhin der beste Torschütze der Liga auf dem Eis unterwegs.
Aber es wurde auch im zweiten Abschnitt nicht viel besser. Wieder legten die Salzburger
zweimal vor, mussten aber jedes Mal den anschließenden Ausgleich in Kauf nehmen.
Und dann war es an der Zeit für die Slowenen, die in einem Spiel ohne Glanz
Schritt hielten, erstmals in Führung zu gehen. Der ehemalige Salzburger Burke Henry
netzte nach optimalen Pass am langen Pfosten stehend ein und brachte die Hausherren
erstmals in dieser Partie in Zugzwang. Schön für Mike Siklenka: der Verteidiger
führt mit seinem 20. Treffer später sollte noch einer hinzukommen wieder die interne
Torschützenliste an.
I
m Schlussdrittel verbrachten die Salzburger die ersten Minuten in Unterzahl und taten
sich weiterhin schwer gegen Slowenen, die jetzt ihre Chance witterten. Danach hatten
die Red Bulls etliche Minuten in Überzahl, scheiterten aber ein ums andere Mal am
slowenischen Goalie und mussten zudem zuschauen, wie die Gäste zwei Sololäufe
aufs Salzburger Tor nicht umsetzen konnten. Als aber die Partie schon fast gelaufen
schien, nahm Salzburgs Head Coach Pierre Pagé Goalie Reinhard Divis für einen
sechsten Feldspieler vom Eis, und 17 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit
zog Mike Siklenka ab, der slowenische Goalie konnte den Puck nur nach oben ablenken,
und von dort ging er mit Hilfe eines slowenischen Verteidigers ins Tor. Ausgleich!
14 weitere Sekunden später versenkte Kapitän Thomas Koch den Puck zu seinem dritten
Tagestreffer im Tor dem zweiten Tor mit der Rückhand und fixierte doch noch

Glückliche zwei Punkte für die Red Bulls.

Überschwänglich war die Freude denn auch nicht, aber es war dennoch der siebente
Salzburger Heimsieg in Folge. Jeremy Rebek, der sich nach seinem Comeback gut
fühlte, war auch etwas ratlos: Wir wollten ein schönes Spiel machen, aber mal haben
die Linien funktioniert, mal nicht. Am besten, wir haken das einfach ab, freuen uns über
zwei Punkte und konzentrieren uns voll auf die nächste Aufgabe.

ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA
EC Red Bull Salzburg  HDD TILIA Olimpija Ljubljana 6:5 (2:2, 2:3, 1:0) n.V.
Tore: Koch (5., 23./SH, Koch 61.), Pewal (17./PP), Siklenka (28., 60.) resp. Banham
(13.), Golicic (18.). Z. Pance (23.), Jan (31.), Henry (36.)


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