Red Bulls unterlagen daheim trotz furiosem Schlussdrittel gegen Linz

10_01_10_HI_RBS-Linz006Das Heimspiel des EC Red Bull Salzburg in der Erste Bank Eishockey Liga gegen die
Black Wings Linz sollte der vorletzte Test vorm Continental Cup Finale nächste Woche
in Frankreich sein, ließ zu Beginn aber die spielerischen Elemente vermissen. Stattdessen
heizten der Linzer Brendan Buckley und Salzburgs Kelsey Wilson der Partie
mit einem kleinen Techtelmechtel hinterm Linzer Tor ordentlich ein und brachten die
zahlreichen Zuschauer inklusive einer großen Fanabordnung aus Linz so richtig in
Fahrt; zum Glück gab es keine Spieldauerstrafen. Danach begann ein relativ offenes
Spiel, in dem die Red Bulls  die Stürmer Steven Regier und Martin Ulmer gaben heute
nach etwa viereinhalb Wochen Verletzungspause ihr Comeback  etwas mehr Akzente
als die Gäste setzten. Beide Teams aber gaben sich im ersten Abschnitt in der Defense
kaum Blößen, und so ging es torlos, aber mit viel Emotion, in die erste Pause. Bei
den Salzburgern fehlten heute der erkrankte Torhüter David LeNeveu, der als Backup
vom 17-jährigen Gregor Kohlhauser ersetzt wurde, Robert Lembacher, der an den Folgen
einer Gehirnerschütterung laboriert sowie Jonathan Filewich, der am Dienstag in
Jesenice wahrscheinlich sein Comeback gibt.
I
m zweiten Drittel wurde die Partie schneller, auch mehr Chancen wurden herausgearbeitet,
wenngleich die Topchancen noch Mangelware blieben. Dafür war jeder Zentimeter
heißt umkämpft, kein Zweikampf wurde ausgelassen. Steven Regier war es schließ-
lich, der in der 29. Minute einen Schuss von Ryan Duncan im Powerplay unhaltbar abf
älschte und sein Team erstmals in Führung brachte. Danach kam die bis dahin beste
Phase der Gastgeber, in der sie den Gegner im eigenen Drittel förmlich einschnürten.
Aber die Oberösterreicher befreiten sich wieder aus der Umklammerung und setzten
nun ihrerseits die Salzburger unter Druck. Das wurde kurz vor der Pausensirene belohnt,
Gregor Baumgartner traf in Überzahl für die Linzer zum Ausgleich.
I
m Schlussabschnitt schien dann nur noch eine Mannschaft zu spielen. Die Red Bulls
drückten permanent aufs Tor und erarbeiteten sich jetzt viele hochkarätige Chancen,
während Linz nur sporadisch oder im Powerplay vor dem Salzburger Tor auftauchte.
Der Salzburger Treffer lag schon förmlich in der Luft, als plötzlich zwei Minuten vor dem
Ende der Linzer Philipp Lukas quasi mit einem Glücksschuss aus der Distanz traf. Die
Red Bulls probierten natürlich noch mit sechs Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen,
scheiterten aber wie schon zuvor neuerlich am sehr starken Linzer Goalie Alex
Westlund.  Wir haben heute leider zwei Punkte liegen gelassen, sagte ein auffällig
spielender Daniel Welser hinterher:  Sehr ärgerlich, schließlich geht es auch um den
dritten Tabellenplatz. Wir haben das Spiel im Schlussdrittel kontrolliert, hatten viele
Chancen, und wir waren deutlich besser als im letzten Spiel gegen Ljubljana. Aber so
ist der Sport: die Linzer machen das Tor, da kann man nur noch gratulieren. Und so
reißt auch Salzburgs Heimserie nach sieben Siegen in Folge. Die Salzburger aber haben
heute dennoch trotz der bezogen aufs Schlussdrittel unverdienten Niederlage
eine starke Vorstellung geboten und sich den Respekt des Publikums verdient.

ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA
EC Red Bull Salzburg  EHC LIWEST Black Wings Linz 1:2 (0:0, 1:1, 0:1)
Tore: Regier (29./PP) resp. Baumgartner (38./PP), P. Lukas (59.)


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