Gelungener Halbfinalauftakt für die Red Bulls gegen Zagreb

2010_03_09-HI_RBS-Zagreb001Halbfinale zwischen dem EC Red Bull Salzburg und KHL Medvescak Zagreb und dennoch schienen irgendwie alle noch ganz im Bann der erst vor zwei Tagen zu Ende gegangenen Viertelfinalserie zu stehen. Beide Teams starteten recht verhalten ins erste Halbfinalspiel der Erste Bank Eishockey Liga. Die Red Bulls, heute ohne den gesperrten Matthias Trattnig, den Verletzten Kelsey Wilson und Willi Lanz sowie Jeremy Rebek, der an einer Bauchmuskelzerrung laboriert, nahmen zwar gleich zu Beginn das gegnerische Tor unter Beschuss, danach aber pegelte sich das Spiel ohne allzu viele
Chancen auf beiden Seiten ein. Die größte Möglichkeit hatte Manuel Latusa in der 13. Minute auf dem Schläger, als er die Scheibe optimal zugespielt bekam, dann aber an Gasper Kroselj nicht vorbeikam.

Im zweiten Abschnitt übernahmen die Salzburger mehr und mehr die Initiative, und das wurde in der 23. Minute mit dem ersten Treffer belohnt. Ryan Duncan netzte für die Red Bulls ein und hält nun bei 28 Saisontoren. Danach folgten zwei Salzburger Überzahlspiele, in denen nur der sehr starke kroatische Goalie sein Team im Spiel hielt. Die Red Bulls blieben am Drücker, kontrollierten jetzt zumeist das Geschehen, und nach einem nach Viedeobeweis nicht gegebenen Tor traf Doug Lynch von der blauen Linie doch noch zum verdienten 2:0-Pausenstand. Die Kroaten kamen nur selten vors Salzburger Tor, deuteten dabei aber ein ums andere Mal ihre Gefährlichkeit an, Goalie Reinhard Divis war aber auf der Hut.

Auch im Schlussdrittel beherrschten die Red Bulls weitestgehend die Szenerie auf dem Eis. Sie erarbeiteten sich noch einige gute Chancen und beschäftigten die Gästeabwehr, ohne jedoch noch einmal zu treffen. Die Angriffe der Kroaten hingegen waren nur mehr sporadischer Natur, so dass Reinhard Divis, der am Ende sein drittes Saison-Shutout feierte, nicht mehr all zu oft gefordert war. Die Red Bulls fuhren schließlich einen ungefährdeten 2:0-Heimsieg ein und führen in der Halbfinalserie mit 1:0 nach Siegen. Stürmer Manuel Latusa bremste aber vor allzu viel Euphorie: Wichtig ist, dass wir die Serie mit einem Sieg begonnen haben. Insgesamt haben wir aber doch etwas verhalten gespielt, und ich denke, auch die Kroaten haben noch nicht alles ausgepackt. In Zagreb werden wir sicher eine andere kroatische Mannschaft sehen.


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