Red Bulls ließen Heimvorteil im ersten Finalspiel gegen Linz ungenutzt

2010_03_25_HI_RBS-Linz005Endlich ging es los! Hoch motiviert stürzten sich die Red Bulls aus Salzburg und die
Black Wings aus Linz ins erste Finalspiel der Erste Bank Eishockey Liga  die Red
Bulls nach einer trainingsintensiven Woche und wieder mit Matthias Trattnig und Kelsey
Wilson an Bord, die Oberösterreicher noch ganz im Banne der jüngsten erfolgreichen
Aufholjagd im Halbfinale gegen die Vienna Capitals.
Die ersten Minuten gehörten aber den Hausherren, die sofort ihr offensives Spiel aufzogen
und in der fünften Minute durch Manuel Latusa, der im Nachschuss aus spitzem
Winkel traf, auch in Führung gingen. Vier Minuten später trafen wie aus heiterem Himmel
die Oberösterreicher zum Ausgleich und kamen damit besser in die Partie. Die
überraschten Salzburger machten weiter mehr fürs Spiel, kamen jetzt aber selten in
gute Schusspositionen. Und kurz vor der Drittelpause zeigten die Linzer, dass sie sehr
effizient spielen können, und verwerteten ihr zweites Powerplay zur 2:1-Führung.

Im zweiten Abschnitt versuchten die Salzburger wieder das Ruder herumzureißen. Bei
einem anfänglichen Powerplay scheiterten sie mehrmals am starken Linzer Goalie
Westlund, während nun auch die Oberösterreicher mehr Druck aufs Tor ausübten. Es
lief trotz aller Bemühungen noch nicht rund, und die Linzer konnten nun auf ihre Möglichkeiten
warten. Eine solche verwerteten sie in der 34. Minute in Überzahl und lagen
nun mit 3:1 in Front. Danach vereitelte Salzburgs Goalie David LeNeveu sogar noch
eine Riesenchance nach Sololauf von Rob Shearer. In den letzten Minuten mussten
die Red Bulls zu viert bzw. für eine halbe Minute sogar zu dritt auf dem Eis auskommen,
brachten den Zwischenstand aber in die zweite Pause.
Gleich zu Beginn des Schlussdrittels stellte Brent Aubin den Anschluss für die Red
Bulls her, und sofort ging ein Ruck durch Mannschaft und Zuschauer. Jetzt drückten
die Red Bulls wieder, erspielten sich Chance um Chance, trafen u.a. die Stange. Erst
ab der 50. Minute befreiten sich die Linzer etwas aus der Umklammerung, wenn gleich
weiterhin die Salzburger aufs Tor drückten. Aber der Linzer Goalie war wieder auf dem
Posten und hatte in den letzten beiden enorm spannenden Minuten, als die Red Bulls
mit sechs Feldspielern alles probierten, auch das nötige Glück. Die Red Bulls unterlagen
schließlich zum Auftakt der Finalserie daheim mit 2:3. Wir haben nicht schlecht
gespielt, waren aber zu undiszipliniert. Das ist Play-Off, da wird jede Unkonzentriertheit
bzw. Undiszipliniertheit bestraft, und wir waren einfach zu oft auf der Strafbank, befand
ein verärgerter Salzburger Head Coach Pierre Pagé nach dem Spiel.
Weiter geht es mit Finalspiel Nr. 2 am Sonntag in Linz, und spätestens jetzt dürfte jedem
klar sein, dass die Oberösterreicher trotz oder vielleicht sogar gerade wegen der
langen Halbfinalserie gegen Wien voll da sind. Die Red Bulls werden sich steigern
müssen, wollen sie in Linz gegen Team und Zuschauer bestehen.
ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA | 1. Finalspiel
EC Red Bull Salzburg  EHC LIWEST Black Wings Linz 2:3 (1:2, 0:1, 1:0)
Tore: Latusa (5.), Aubin (42.) resp. Bronilla (9.), MacDonald (20./PP), Ph. Lukas
(34./PP)


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