Bittere Niederlage für die Red Bulls im zweiten Finalspiel in Linz

2010_03_29_HI_RBS-Linz013Das zweite Finalspiel der Erste Bank Eishockey Liga stand im Startdrittel ganz im Zeichen
des EC Red Bull Salzburg, und dennoch war es Gastgeber EHC LIWEST Linz,
der nach den ersten 20 Minuten mit 1:0 führte. Die Salzburger machten im Prinzip die
ganze Zeit das Spiel, die Oberösterreicher verlegten sich ob des ständigen Drucks aufs
Kontern. Etliche Salzburger Schüsse schon zu Beginn ließen keinen Zweifel, dass die
Red Bulls auf die frühe Führung aus waren. Aber auch Reinhard Divis im Salzburger
Tor musste einige Male reagieren, wenn die Linzer gefährlich vors Tor kamen. Einige
dieser wenigen Möglichkeiten verwerteten sie schließlich auch, bekamen dabei aber
unfreiwillige Schützenhilfe vom Salzburger Daniel Welser, der die Scheibe unglücklich
mit dem Schlittschuh ins Tor lenkte.
Ins zweite Drittel starteten die Linzer sicherer, die Red Bulls begannen etwas fahrig,
erarbeiteten sich Chancen zunächst nur aus Einzelaktionen. Mit zunehmender Spieldauer
wurden die Salzburger wieder stärker und erhöhten den Druck. Der Ausgleich
durch Jonathan Filewich in der 33. Minute kam somit hoch verdient. Doch nur eine Minute
später trafen wieder die Gastgeber, nachdem kurz davor auch die Red Bulls noch
einige Chancen hatten. Das puschte die Oberösterreicher zusätzlich nach vorn, und
eineinhalb Minuten vor der zweiten Pause setzten sie im Powerplay mit einem strammen
Schuss von Martin Grabher-Meier noch eins drauf. Damit 3:1-Führung für Linz, für
die Red Bulls hieß es ruhig Blut bewahren und weiter versuchen, mit spielerischen Mitteln
zum Erfolg zu kommen.
Leicht gesagt allerdings, wenn man gleich zu Beginn des Schlussdrittels auch noch
den vierten Gegentreffer bekommt. Aber sie haben weitergespielt, und fast sah es
plötzlich so aus, als könnten die Red Bulls das Spiel noch umdrehen. Zwei Tore innerhalb
einer Minute von Matthias Trattnig und Thomas Koch stellten den Anschluss da.
Doch die Linzer ließen sich von ihrem Heimpublikum wieder nach vorn peitschen und
zogen auf 5:3, etwas später sogar auf 6:3 davon. Das war dann doch die Entscheidung,
wenn gleich die Salzburger alles auf eine Karte setzten und die letzten vier Minuten
ohne Goalie spielten. Aber es wollte nichts mehr reingehen, und so blieb es am
Ende beim 6:4-Erfolg für die Oberösterreicher, die nach einer neuerlich sehr starken
Defensivleistung und entsprechender Chancenauswertung nun auch in der Finalserie
mit 2:0 nach Siegen führen.
Kapitän Thomas Koch in einer Kurzanalyse: So ist das Play-Off. Wir haben alles probiert,
hatten auch deutlich mehr Spielanteile. Sie haben aber wieder effizienter gespielt
und fast jede Chance genutzt, die sich ihnen bot. Jammern hilft jetzt nichts, am Dienstag
geht es in Salzburg weiter, da wollen wir den ersten Sieg einfahren.

ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA | 2. Finalspiel
EHC LIWEST Black Wings Linz  EC Red Bull Salzburg 6:4 (1:0, 2:1, 3:3)
Tore: Matthiasson (18.), Baumgartner (34.), Grabher-Meier (39./PP), Shearer (41., 52.),
Iberer (50.) resp. Filewich (33.), Trattnig (46./PP2), Koch (47./PP), Lakos (56./PP)


Du mußt eingeloggt sein, um kommentieren zu können Einloggen