Red Bulls gewannen spannendes Neujahrsschießen gegen Ljubljana

Fotocredit: CTS.co.at / Ingo Halbrainer

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Das letzte Heimspiel des EC Red Bull Salzburg in der Erste Bank Eishockey Liga gab es am 22. Dezember des alten Jahres, dementsprechend hatte das Salzburger Publikum dem heutigen Heimspiel gegen HDD TILIA Olimpija Ljubljana schon entgegen gefiebert. In einer sehr gut besuchten Salzburger Eisarena begannen die Hausherren ohne die Rekonvaleszenten Manuel Latusa, Daniel Welser, Ryan Kavanagh und Markus Pöck sowie Dominique Heinrich, der einen Puck ins Gesicht bekam und nun mit einem angebrochenen Jochbein pausieren muss, auch gleich nach Maß, legten in der dritten Minute mit dem 1:0 durch Doug Lynch vor. Doch mitten in die Anfangsfreude hinein glichen die Slowenen nur eine Minute später aus. Die Red Bulls blieben die bestimmende Mannschaft und drückten zumeist aufs gegnerische Tor, wirkten dabei aber oft ideenlos und fanden keine rechte Schussposition. Ljubljana war bei zwei Überzahlspielen gefährlich und verlegte sich am Ende des ersten Abschnitts aufs Kontern, was Salzburgs Goalie Josh Tordjman zu einigen starken Paraden zwang. Da Danny Bois kurz vor der Pause nur die Stange traf, blieb es beim 1:1 nach 20 Minuten. Dann aber kamen die begeisterten Zuschauer voll auf ihre Kosten. Die Hausherren mussten zwar bis zur 31. Minute warten, bis Robbie Earl den Torreigen eröffnete, danach aber trafen sie im Minutentakt noch drei weitere Male – Robbie Earl scorte zum zweiten Mal und sollte im Schlussdrittel noch sein Triple perfekt machen – und sahen mit der verdienten 5:1-Führung trotz Torhüterwechsels der Slowenen schon wie der sichere Sieger aus. Aber in den letzten zwei Minuten setzten die Slowenen nach. Das 2:5 war ein fast unmöglicher Treffer nach einem Kracher aus der Distanz aus extrem spitzem Winkel (erst nach Videobeweis gegeben), und der Liga-Topscorer John Hughes nutzte danach die kurze Verwirrung in der Salzburger Defense und traf auch noch zum 3:5-Pausenstand aus Sicht der Gäste. Aber es sollte noch spannender werden. Zu Beginn des Schlussabschnitts trafen die Slowenen gleich zum Anschluss, machten somit aus einem 1:5 ein 4:5. Und die Tore purzelten munter weiter. Die Red Bulls zogen wieder auf 7:4 davon, mussten dann aber wieder zwei weitere Gegentore hinnehmen. Salzburgs Head Coach Pierre Pagé – er sprach hinterher von diesen „typischen Spaßspielen nach den Feiertagen“ – wechselte danach Torhüter Thomas Höneckl für Josh Tordjman ein. In der enorm spannenden Schlussphase mit weiteren spannenden Szenen vor beiden Toren fiel dann aber kein Tor mehr, und so freuten sich die Salzburger am Ende trotzdem über einen 7:6-Heimsieg gegen Ljubljana. Pierre Pagé machte gute Miene zum nicht ganz so guten Spiel: „Schauen wir aufs nächste Spiel. Das zweite Drittel heute war gut, aber dann … wir müssen den Fokus wieder neu einstellen, am Freitag wartet schon Znojmo.“


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