Warten auf den Sommer: Der Chevrolet Camaro Convertible lässt die Muskeln spielen

Chevrolet Camaro Convertible Foto: MSG / GM

Chevrolet Camaro Convertible Foto: MSG / GM

Mit seiner kraftvollen, kauernden Haltung und Proportionen, die dem ursprünglichen Konzept treu bleiben, bestätigt das Design des neuen Camaro seine große Tradition – ohne dabei im „Retro-Look“ gefangen zu sein. Wenn der Camaro als Coupé und Cabriolet im September bei ausgewählten Händlern in Europa in den Verkauf geht, steckt in jedem Fall ein V8-Motor unter der Haube.

Das 6,2-Liter-Aggregat mit 432 PS entwickelt ein Drehmoment von 569 Nm und verleiht dem neuen Camaro die Muskeln, die zu seinem Aussehen passen. Dieser Motor, der zum ersten Mal bei der 2008er Corvette eingesetzt wurde, ist mit strömungsoptimierten Zylinderköpfen ausgestattet, die für ein gutes Drehmoment im unteren Drehzahlbereich und eine hohe Leistung bei höheren Drehzahlen sorgen. Im Zusammenspiel mit dem Sechsgang-Automatikgetriebe leistet der Motor 405 PS mit einem Drehmoment von 556 Nm. Er verfügt über das kraftstoffsparende Active Fuel Management-System von GM, das bei geringer Motorlast vier Zylinder abschaltet.

Große, mit Chrom eingefasste Bedienelemente, mattglänzende Oberflächen und hochwertige Materialien unterstreichen die hohe Qualitätsanmutung im Innenraum des Camaro.

Tief liegende Instrumente mit runden Anzeigen in quadratischen Gehäusen stellen dabei die Verbindung zum klassischen Camaro her. Dies steht in Kontrast zum Beleuchtungspaket mit moderner LED-Lichtleiter-Technologie, die im Innenraum eine einladende Atmosphäre schafft.

Die elektronische Stabilitätskontrolle (bei GM „StabiliTrak“-System genannt) und die Traktionskontrolle gehören bei allen Camaro-Modellen zur Standardausrüstung. Um auch auf der Rennstrecke eine hohe Leistung zu erzielen, lässt sich ein Sportmodus einstellen. Beim Modell mit Sechsgang-Schaltgetriebe ist eine elektronische Starthilfe („Launch Control“) vorgesehen, mit der die Kraft des Camaro optimal auf die Straße gebracht wird. Die großen belüfteten Bremsscheiben (355/365 mm) mit Vierkolben-Aluminium-Bremssätteln von Brembo garantieren eine eindrucksvolle Bremsleistung bei allen Modellvarianten.

Die Einzelradaufhängung zeichnet sich vorn durch eine Mehrlenker-Federbein-Konstruktion mit Doppelkugelgelenk aus. Die 4,5-Lenker-Hinterradaufhängung ist von der Karosserie zweifach entkoppelt und ermöglicht so ein ausgewogenes Fahrverhalten.

Zur umfangreichen Sicherheitsausstattung des Camaro gehören z. B. zweistufige (Dual Stage) Frontairbags, Seitenairbags in den Vordersitzen und Kopfairbags für die Passagiere vorne und hinten.

Chevrolet Camaro Convertible; Foto: MSG / GM

Chevrolet Camaro Convertible; Foto: MSG / GM

Enge Verwandtschaft zum Coupé

Der Camaro wurde von Anfang an auch mit Blick auf ein Cabriolet-Modell geplant und entwickelt. Die Käufer des Camaro Cabrios kommen daher in den Genuss des vollen Cabriolet-Feelings, ohne auf den dynamischen Fahrspaß eines Coupés verzichten zu müssen. Das neue Cabrio feierte seine Weltpremiere im Januar auf der Auto Show in Detroit und wird seit Februar in Serie produziert.

Das elektrisch betriebene Verdeck des Camaro öffnet sich innerhalb von 20 Sekunden. Ähnlich wie bei der Corvette, deren Verdeck im Rahmen einer Kooperation mit demselben Hersteller gefertigt wird, faltet sich es sich als einfaches „Z“ zusammen. Verriegelt wird es ganz bequem mit einem einzigen Griff in der Mitte des Frontscheibenrahmens. Sobald die Verriegelung geöffnet ist, wird der Öffnungsmechanismus auf Knopfdruck aktiviert, gleichzeitig senken sich die Seitenfenster.

Das Verdeck besteht aus festem und robustem Gewebe. Der Fahrzeughimmel ist mit einem Akustikmaterial ausgestattet, das bei geschlossenem Verdeck für eine geräuscharme Fahrt sorgt. Abgerundet wird das Verdeck durch die gläserne und beheizbare Heckscheibe.

Den Designern ist es gelungen, dem Verdeck des Camaro eine besondere Optik zu verpassen, indem sie „Gelenke“ aus Verbundwerkstoff statt aus Aluminium verwendeten, das Verdeck bis unter die Gürtellinie des Autos verlängerten und die Nähte überarbeiteten. Das Ergebnis ist ein glattes, straffes und sorgfältig verarbeitetes Verdeck, das zudem die schlanke Dachlinie des Coupés beibehält.

Vier strategische Maßnahmen zur Verstärkung der ohnehin schon sehr steifen Karosserie des Cabriolets ermöglichen ein Fahrverhalten, das dem des Coupés in nichts nachsteht: eine Querstrebe unter der Motorhaube, eine Verstärkung unterhalb des Getriebes, eine Tunnelverstärkung am Unterboden sowie Unterboden-V-Streben vorne und hinten.

„Bei der Entwicklung haben wir Wert darauf gelegt, dass das Cabrio dem Coupé in puncto Straßenlage, Fahrverhalten und Gesamtleistung so nahe wie möglich kommt“, so Chevrolet-Chefingenieur Al Oppenheiser.

Chevrolet Camaro Convertible; Foto: MSG / GM

Chevrolet Camaro Convertible; Foto: MSG / GM

Ein Beispiel für die strukturelle Stärke des Cabriolets ist die Abstimmung des Fahrwerks: Hier mussten gegenüber dem Coupé keine Abstriche gemacht werden. „Um die reduzierte Karosseriestruktur eines offenen Autos auszugleichen, stimmen Ingenieure das Fahrwerk häufig etwas weicher ab“, erläuterte Oppenheiser. „Wir haben uns für den schwierigeren und besseren Weg entschieden, die Karosseriestruktur zu verstärken, anstatt die Federung weicher auszulegen.“

Das Ergebnis ist ein Cabriolet, das dem Coupé in Sachen Beschleunigung, Straßenlage und Fahrleistung ebenbürtig ist.


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