Red Bulls gewinnen in Wien gegen die UPC Vienna Capitals nach starkem Auftritt mit 4:3 in der Verlängerung

Fotocredit: CTS.co.at / Halbrainer Ingo

Beim Auswärtsspiel der Erste Bank Eishockey Liga in Wien musste Josh Tordjman im Tor des EC Red Bull Salzburg allerdings schon in der dritten Minute das erste Mal hinter sich greifen. Ohne Ryan Kavanagh, Markus Pöck, Florian Mühlstein, Johannes Bischofberger, Markus Schlacher, Jeremy Williams sowie aus familiären Gründen auch ohne Brent Aubin, dafür wieder mit Robbie Earl, der sich nach einem Spiel Pause wieder fit gemeldet hatte, kamen die Salzburger dennoch zunächst gut ins Spiel, eröffneten den Vienna Capitals durch viele Fouls und die damit verbunden entsprechenden Bankstrafen aber schon bald viele Chancen, und beim vierten Powerplay in Folge nahmen die Wiener die Einladung an, netzten zur 2:0-Führung ein. Dann fingen sich die Salzburger, wurden vollzählig auf dem Eis wieder gefährlicher, und Andreas Kristler
traf in der 18. Minute mit einem schönen Distanzschuss zum wichtigen Anschlusstreffer vor der ersten Pause.

Im zweiten Durchgang agierten die Red Bulls am Anfang geradezu drückend und erarbeiteten sich nun ihrerseits viele gute Möglichkeiten. Der Ausgleich durch Manuel Latusa in der 33. Minute war folgerichtig, der Stürmer kommt nach seinem Fußbruch im Dezember letzten Jahres immer besser in Fahrt. Dann ein Dämpfer, als Francois Fortier in der 35. Minute nach einem Salzburger Fehler in der neutralen Zone nach schöner Kombination zwei gegen einen wieder die Führung zurückholte. Die Gastgeber blieben auch danach gefährlich, Josh Tordjman musste sich noch einige Male auszeichnen. Das gleiche tat auch Reinhard Divis im Wiener Tor, der Routinier hielt seinem Team gekonnt den Rücken frei. Doch gegen den dritten Salzburger Treffer von Ramzi Abid nach schönem Zuspiel von Manuel Latusa in der 38. Minute war auch er machtlos, und die Red Bulls stellten den mehr als verdienten Ausgleich her.

Zu den letzten 20 Minuten kamen die Capitals frischer aus der Kabine und hatten gleich starke Minuten, u.a. entschärfte Josh Tordjman eine Riesenchance von Francois Fortier nach einem Alleingang. Aber die Red Bulls überstanden diese Druckphase und wurden wieder stärker, mussten allerdings jetzt auch wieder öfter auf die Strafbank. Josh Tordjman hielt stark, behielt u.a. bei einem 30 Sekunden dauernden 3:5-
Unterzahlspiel die Nerven. In einem immer emotionaler werden Spiel bekamen die Red Bulls das letzte Drittel dann immer mehr im Griff, kamen aber gegen die hinten dicht stehenden Wiener und einen starken Reinhard Divis in der regulären Spielzeit nicht mehr durch. Aber die Verlängerung sollte diesmal zugunsten der Red Bulls entscheiden. Die nahmen den Schwung aus der Endphase des letzten Drittels mit, die Partie
spielte sich nur mehr vor dem nach wie vor starken Wiener Schlussmann Reinhard Divis ab. In der 64. Minute aber hatte Doug Lynch bei einem Gestocher vorm Tor den “längsten Schläger” und fixierte schließlich den hoch verdienten 4:3-Erfolg der Red  Bulls in Wien, die sich somit nach längerer Auswärts-Durststrecke wieder über zwei volle Punkte in der Ferne freuen können.


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