Erster Sieg der Red Bulls gegen Linz nach packendem Heimspiel

Foto: CTS.co.at / Ingo Halbrainer

Zum mit Spannung erwarteten Heimspiel der Platzierungsrunde der Erste Bank Eishockey Liga gegen Tabellenführer EHC LIWEST Black Wings Linz begann der EC Red Bull Salzburg erstmals in der heimischen Liga mit dem 36-jährigen Kanadier Marty Turco im Tor. Auch Steve Regier war wieder dabei, während die Verletzten Jeremy Williams, Danny Bois, Rob Davison und Alexander Pallestrang weiterhin auf ihr Comeback warten bzw. daraufhin arbeiten.

Von Beginn an ließen beide Teams erkennen, dass sie hier und heute um jeden Zentimeter Eis kämpfen würden. Schon nach 18 Sekunden gab es die erste kleine Rauferei, und ab da ging es schnell und ausgeglichen hin und her. Beide Mannschaften zeigten Zug zum Tor, machten zugleich aber auch hinten dicht, so dass es schwer war, richtig gute Chancen herauszuspielen. Die Red Bulls hatten ein leichtes optisches Übergewicht in einem sehr fair geführten ersten torlosen Drittel. Die beste Möglichkeit der Salzburger war ein Schuss von Thomas Raffl übers Tor, bei dem er die Scheibe nicht richtig erwischte. Auf der anderen Seite zog Franklin MacDonald im Powerplay nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Für Spannung war auf jeden Fall gesorgt.

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Der zweite Abschnitt bot den Zuschauern in der ausverkauften Eisarena alles, was zu einem Spitzenspiel gehört. Beide Teams kamen jetzt öfter vors Tor und gingen bei den Zweikämpfen weniger zimperlich zu Werke. Zunächst aber holte Ramzi Abid in der 22. Minute im Powerplay die erste Führung für die Red Bulls. Vier Minuten später glich der Linzer Danny Irmen aus, zog sofort nach einem Bully vor Marty Turco ab und überraschte damit Salzburgs Rückhalt. Der hatte bis dahin aber schon einige Möglichkeiten entschärft und tat dasselbe auch in der 30. Minute, als Danny Irmen bei einem Penalty an ihm scheiterte. Danach flogen beim Salzburger Florian Mühlstein und dem Linzer Ralph-Maria Nachbaur die Fäuste, beide durften mit 5min-Strafe abkühlen. In einer ausgeglichenen Partie traf dann zwei Minuten vor der Pause Manuel Latusa in Unterzahl zur 2:1-Führung, Thomas Raffl hatte vorbereitet und perfekt von links vorgelegt. Danach hatten die Red Bulls in einem weiteren Unterzahlspiel keine Probleme, während Daniel Welser eine 10min-Disziplinarstrafe absaß. Die Partie war “on fire2. Im Schlussdrittel drückten die Salzburger sofort auf den nächsten Treffer und sorgten für viel Verkehr vor dem Linzer Tor. Das 3:1 durch Michael Schiechl war folgerichtig, die Red Bulls waren jetzt in ihrem Element. Wenig später brauchten die Referees nach einer Aktion vor Marty Turco eine gefühlte Ewigkeit beim Videostudium, gaben aber kein Tor. Die Antwort darauf gab Doug Lynch in der 49. Minute, als er gefühlvoll durch Freund und Feind hindurch einnetzte und auf den 4:1-Endstand stellte. Das Spiel blieb dennoch bis zum Schluss spannend, wobei sich die Red Bulls jetzt nicht schwer taten,
die Angriffe der Oberösterreicher abzuwehren. Am Ende freuten sie sich in einer stimmungsvollen Eisarena über den ersten Saisonsieg gegen die Black Wings Linz, denen damit zugleich die erste Niederlage in der Zwischenrunde zugefügt wurde.

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ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA – PLATZIERUNGSRUNDE
EC Red Bull Salzburg – EHC LIWEST Black Wings Linz 4:1 (0:0, 2:1, 2:0)
Tore: Abid (22./PP), Latusa (38./SH), Schiechl (46.), Lynch (49.) resp. Irmen (26.)


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